Immer
wieder ergeben sich
Situationen im Alltag und
der hundesportlichen Szene, die
irgendwie nicht von dieser Welt
zu sein scheinen. Oder es ist
tatsächlich meine Wahrnehmung
dessen. Egal wie, bisweilen
werden meine Synapsen
veranlasst, eine Temperatur
jenseints jeglicher Vorstellungs-
kraft anzunehmen und stehen
somit immer einen Fuß vor der
psychoanalytischen Himmelstür.
Und da ich lieber vor als hinter
dieser stehe, überliste ich mein
Schicksal und kompensiere
meine geistige Überstimulation
mit dem Quälen der klickernden
Kleinstmechanismen meines geliebten Freundes "Laptop". Das war
sie dann auch schon - die Vorgeschichte dieser Kolumne, die wie
ein Freiheitskämpfer auf ihre Unabhängigkeit bestehen
wird und
auch nur ein Ziel vor Augen hat - dem Leser einige Momente und
Einblicke in meine "Anderswelt" zu gewähren.
Spieglein, Spieglein an der Wand... (Beiratssitzung, 21.01.2011)
...kritisch vor's Gesicht gehalten solle er Dinge zeigen, die einer
Frischzellenkur in positivem Sinne bedürfen. Ob es wahrhaftig so
gehandhabt wird, sei an dieser Stelle dahingestellt.
Was dem geneigten Zuhörer jedoch nicht entgehen konnte, war
beschlussgestützter Entzug von Entscheidungsgewalten, der zum
Beschlusszeitpunkt (Delegiertentag 2010) von vielen sicher noch gar
nicht als solches erwartet wurde. Jedoch drängt sich immer mehr
auf, dass der Urvater unserer verbeinigen Sportpartner gehüllt von
einem Wollmantel sich Wege ebnet, die einer gewissen Skepsis durchaus
bedürfen. So stelle ich mir die Frage, ob aus der Basis
gewählten Vertretern die Handhabe eines "Favorisierungsmoduls"
zugedacht werden sollte. Grenzt es doch - psychologisch betrachtet -
schon hart an Manipulation der eigentlichen Entscheidungsträger,
weil im Grunde eine unbefangene Entscheidungsfindung von
vornherein außer Kraft gesetzt wird.
Darüberhinaus lässt die Stimmengewalt des Vorstandes
berechtigte Zweifel aufkommen, ob dabei Mutter Demokratie
überhaupt noch unter uns weilt. So ist doch nicht zu
übersehen, dass manchen Vereinen dadurch mehr Macht angedeiht, als
es ratsam wäre - führt man sich den Grundgedanken der
Demokratie noch einmal vor Augen. Ob das eine gesunde Basis für
ein gemeinsames Wirken darstellt, ist doch rätselhaft.
Bedauerlichweise scheinen sich viele Vereine oder zumindest deren
Vertreter nicht bewußt zu sein, welches Potential ihnen
eigentlich gegeben ist. Bemühte man sich vor ein paar Jahren noch
darum, ihre Sinne für ihre Autonomie zu schärfen und diese
entsprechend zu nutzen, fällt man dieser Tage dem Eindruck anheim,
sie säßen vor einer Grand Jury und erwarteten ein zu
fällendes Urteil, dem man machtlos gegenüber stünde.
Wir sollten uns ins Gedächtnis rufen, dass
alle dieser Landesverband sind und alles was in diesem geschieht letztendlich
jeden von uns betrifft. Die Frage ist nur, ob wir geschehen lassen oder gestalten...
Der
Tragödie zweiter Teil (Delegiertentag, 18. Juli
2010)
Ja ein Titel, der mehr Unartigkeit vermuten läßt,
als er aufbringen
wird und doch irgendwie passend.
So traf sich die Schar der leidenschaftsteilenden
Berlin-Brandenburger auf ein zweites Stelldichein, um am
imaginären großen runden Tisch zu tagen. Vielleicht
nicht der
optimalste Termin für dieses bedeutungsschwangere Miteinander,
aber es gibt eben Zeiten, in denen man sich der Dringlichkeit
beugen muss. Da mehrere sich nicht beugten, die Gründe seien
dahingestellt, brauchte sich auch niemand aufgrund recht knapp
kalkulierter Quadratmeter zu schon stark vermutetem
Territorialverhalten hinreißen lassen.
So lauschten alle, darauf bedacht dem Sozius nicht ins Genick zu
atmen, den geschäftlichen Dingen und trotz nicht vorhandener
Brisanz schien die Atmosphäre im Raum wie von einem
Nadelgeschwader belagert. Nachdem die ein oder andere
sich tatsächlich aus der Formation wagte, jedoch nach
"Abschuss"
sich zur sachlichen Nachfrage enttarnte, ließ der verbal
aufgewirbelte Staub der Abwehrlinie einige empfindsame Bereiche
vermuten.
Wodurch auch immer die Empfindsamkeit ausgelöst, zeigte sich
dank der eingeschobenen Pause wieder einmal, dass es die kurzen
Dientswege sind, die Harmonie zurückkehren lassen und somit
einer gewissen Unentbehrlichkeit unterliegen. So sollte man doch
eingehender darüber nachdenken, dass es diese fundamentalen
Dinge wie Fairness, Ehrlichkeit und Respekt sind, die uns sowohl
schneller als auch unkomplizierter an gemeinsame Ziele führen.
Außer Frage stehend sieht sich die gewählte Riege
sowohl der
Mehrarbeit als auch einer Erwartungshaltung gegenüber, jedoch
ist
beides nicht personen- sondern funktionsbezogen und somit auch
schon von anderen mal mehr und mal weniger gemeistert worden.
Letztlich bleibt nur, durch Enthusiasmus und Qualität (im
Idealfall genährt von Idealismus) positiv zu wirken, weniger
durch
Denunziation. Jene bringt lediglich in die Verlegenheit, dadurch
vermittelten Maßstäben selbst nicht gerecht werden
zu können.
Bei dem Gedanken fällt mir ein...wir sitzen doch alle an der
Basis, noch eher als andere Freizeitleidenschaften. Bei jedem Training
leben wir unseren so gern propagierten Teamgeist und lassen
unseren vierbeinigen Sportpartnern das grundlegenste unseres
Miteinanders angedeihen, für jeden Ausbilder unabdingbar, wenn
Erfolg die Krönung seines Mühens sein soll...ich
denke, auch
für alle anderen Bereiche ein lohnendes Credo...MOTIVATION.